Ich kenne das Leben im Funktionsmodus aus eigener Erfahrung. Zeiten, in denen es vor allem darum ging, dass der Alltag läuft, geprägt von unterschiedlichen Rollen, hohen inneren Ansprüchen und vielfältiger Verantwortung. Als dreifache Mutter und berufstätige Frau mit all dem, was Organisation, Verlässlichkeit und ständige Präsenz bedeuten, besonders dann, wenn Kinder mit bestehenden Systemen schwer zurechtkommen und mehr Unterstützung brauchen.
Über lange Zeit habe ich funktioniert, motiviert von der Idee, einem modernen Frauenbild gerecht zu werden: beruflich erfolgreich zu sein, Verantwortung zu übernehmen und gleichzeitig den Alltag zuverlässig zu organisieren. Dabei habe ich meine eigenen Grenzen immer wieder überschritten, mich schleichend selbst überfordert und erst spät wirklich gespürt, wie erschöpft ich war.
Erst rückblickend wurde mir klar, wie sehr alte Prägungen, innere Antreiber und übernommene Vorstellungen mein Handeln bestimmt und meine Überforderung verstärkt haben. Sie gaben mir lange Orientierung und Halt und ließen mich zugleich immer weiter über meine Grenzen gehen.
Die Veränderung entstand schrittweise. Unterschiedliche Werkzeuge und Herangehensweisen halfen mir, ehrlich hinzusehen, zu verstehen, zu verändern und neu zu lernen. Muster wurden sichtbar, Belastendes konnte sich lösen und die Verbindung zu mir selbst wuchs wieder.
Durch diese Erfahrungen habe ich erlebt, wie unterstützend Kinesiologie, Human Design und systemische Aufstellungen wirken können. Daraus ist ein tiefes Vertrauen in diese Zugänge entstanden und die Entscheidung, sie selbst zu erlernen und heute in der Arbeit mit Klient:innen einzusetzen.
Was mich dabei am meisten berührt hat, war, dass sich Dinge lösen konnten, von denen ich zuvor nicht wusste, wie sehr sie mich geprägt hatten. Veränderung wurde möglich, ohne mich selbst zu überfordern. Diese Erfahrung hat mein Leben nachhaltig verändert und bildet heute das Fundament meiner Begleitung.